Altes Rathaus
Das Alte Rathaus steht an Nürnbergs Historischer Meile und verbindet städtische Geschichte mit markanter Architektur. Seine Fassaden vereinen spätgotische Formen und Renaissanceelemente. Im Innenhof ordnen sich mehrere Baukörper um den früheren Mittelpunkt kommunaler Verwaltung.
Der südliche Saalbau entstand zwischen 1332 und 1340 unter Stadtbaumeister Philipp Groß. Später kamen zwei Anbauten hinzu. Im frühen 16. Jahrhundert ergänzte Hans Beheim der Ältere das Ensemble um das Ratsstube-Gebäude mit spätgotischer Fassade. Albrecht Dürer überwachte die Gestaltung des großen Saals. Der Wolff’sche Bau zeigt italienisch geprägte Renaissance und barocke Portale mit Skulpturen von Leonhard Kern. Der Dreißigjährige Krieg verzögerte seine Fertigstellung.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Bau schwere Schäden, doch Harald Clauß leitete den Wiederaufbau in den 1950er Jahren. Die Innenräume erhielten in den 1980er Jahren eine Restaurierung, während Dürers ursprüngliche Wandmalereien verloren blieben. Unter dem Gebäude führen die Lochgefängnisse in mittelalterliche Kerker und Nürnbergs Rechtsgeschichte. Der Zugang gilt als für Rollstuhlfahrer geeignet.
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