Neuf lignes obliques
Neuf lignes obliques steht zwischen der Esplanade George Pompidou und der Promenade des Anglais in Nizza. Bernar Venet schuf die Skulptur aus neun schräg aufragenden Stahlträgern. Jeder Träger ist etwa dreißig Meter lang und besteht aus widerstandsfähigem Cortenstahl. Oben treffen sich die Träger in einem gemeinsamen Punkt. Die rostbraune Patina schützt den Stahl vor der Witterung nahe dem Mittelmeer. Das Werk wiegt etwa fünfundsechzig Tonnen. Ein Betonsockel von rund einhundertdreißig Tonnen stabilisiert die Konstruktion. Die Gestaltung erinnert an die neun Täler der ehemaligen Grafschaft Nizza und an die umliegenden Berge. Diese Linien richten sich symbolisch auf Nizza und das Meer aus. Bernar Venet wurde in Nizza geboren und gehört zur konzeptuellen Kunst. Seine monumentale Form prägt das Stadtbild neben der Küste. Die Skulptur steht auf einer begrünten Fläche mit roten Steinen und bleibt rollstuhlgerecht zugänglich. Das offene Areal zeigt das Werk aus wechselnden Blickwinkeln. Tagsüber verändert das Sonnenlicht die Wirkung der orangebraunen Stahlflächen. Weiße Beleuchtung hebt die Konstruktion bei Nacht hervor.
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