Croix de Marbre
Die Croix de Marbre steht in Nizza als historisches Denkmal auf einem steinernen Sockel von etwa vier Quadratmetern. Unter einer Kuppel mit glasierten Ziegeln trägt sie ein weißes Kruzifix aus Carrara-Marmor. Vier Säulen stützen die kleine Anlage, während eine lateinische Inschrift ihre Stiftung am 4. März 1568 festhält.
Das erste Kreuz entstand 1538 aus Holz, nachdem der Frieden von Nizza zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich geschlossen worden war. Papst Paul III. vermittelte damals zwischen Franz I. und Karl V., doch 1543 zerstörte eine Belagerung Kreuz und Kloster. 1668 stürzte ein Sturm das Denkmal um, und 1733 ließ der Stadtrat es instand setzen. 1796 fiel es antireligiösen Gesetzen zum Opfer, bevor es 1807 wieder aufgestellt wurde. Nach erneutem Vandalismus im November 1880 schuf der Bildhauer Schaeffer die heutige Fassung.
Seit 1906 steht das Denkmal unter historischem Schutz und blickt auf die Colonne du Pape gegenüber. Das gleichnamige Viertel reichte im 19. Jahrhundert vom Paillon bis zum Magnan-Tal und bestand zunächst aus Gärten und Landhäusern. Englische Wintergäste, eine Kirche von 1820 und der Marie-Christine-Palast prägten seine weitere Entwicklung. Besonders greifbar bleibt die Kuppel mit ihren 500 glasierten Ziegeln und den vier vermutlich originalen Säulen.
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