Vorwerk Schwaighofen (Werk 12)
Das Vorwerk Schwaighofen (Werk 12) liegt in Neu-Ulm und gehört zur historischen Ulmer Festung. Die Anlage entstand zwischen 1850 und 1853.
Als Teil des preußischen Festungssystems sicherte sie die südöstliche Ecke Neu-Ulms gegen Angriffe aus Richtung Reutti und Finningen. Bis zu 231 Soldaten fanden dort Platz. Ein Reduit bildet den zentralen Kern, während Kaponnieren, Eskarpe, trockener Graben und Glacis die Verteidigungsanlage ergänzen. Ursprünglich sollte das Fort nach Süden zeigen, doch die Planung richtete es später nach Osten aus. Die Anlage verkörpert das Neue Preußische Festungssystem mit polygonaler Form und voneinander getrennten Werken.
Die Bonnet-Batterie verschwand 1880, weil sich die Verteidigungsplanung änderte. Um 1960 wandelten sich Reduit und Kaponnieren zu Wohn- und Gewerberäumen. Dadurch veränderte sich die ursprüngliche Gestalt deutlich. Seit dem 25. Juni 1973 steht die Befestigung als geschütztes Denkmal unter Schutz. Besonders anschaulich bleibt der trockene Graben, der den zentralen Bau einst als zusätzliche Verteidigungslinie umgab.
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