Emilie Rosenthal
Der Erinnerungsort Emilie Rosenthal verbindet die Lebensgeschichte einer Familie mit der Geschichte des Holocaust in Neu-Ulm. Emilie Rosenthal kam 1899 in Isny zur Welt.
1911 zog sie mit ihrer Familie nach Neu-Ulm und absolvierte im Ersten Weltkrieg eine Ausbildung zur Säuglingsschwester. Von 1920 bis 1922 arbeitete sie in einem Mütterheim. Nach vier Jahren in Mailand kehrte Emilie nach Neu-Ulm zurück und zog später nach Berlin. Dort heiratete sie 1931 den aus Frankfurt stammenden Emanuel Rosenthal. Nach dem Tod ihrer Mutter kehrte das Ehepaar 1933 nach Neu-Ulm zu Emilies Vater zurück. Das Paar bekam 1934 eine Tochter namens Eva.
Im März 1940 flohen Emilie und Eva nach Mailand, wo sie mit Unterstützung überlebten, während Emanuel bereits nach England geflohen war. Dort wurde Emanuel auf der Isle of Man interniert. Später arbeitete er in einer Munitionsfabrik und als Buchhalter, heiratete 1947 erneut und lebte bis 1955 in London. Stolpersteine erinnern in Neu-Ulm an Emilie, Emanuel und Eva. Die Messingtafeln nennen Namen und Lebensdaten der Opfer des NS-Regimes. So bewahrt der Ort die Geschichte der Rosenthal-Familie und verweist auf die persönlichen Folgen nationalsozialistischer Verfolgung.
- Stadt
- Neu-Ulm
- Aktualisiert
Diese Seite aufs Handy holen
Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.
Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Neu-Ulm. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.
Was ist myTuur?
myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.



