Wohnhaus Blum
Das Wohnhaus Blum steht an der Stollbergstraße im Münchner Stadtteil Altstadt-Lehel und gehört zur Architekturgeschichte der Stadt. Es ist ein denkmalgeschütztes Wohngebäude im Stadtteil Altstadt-Lehel.
Der Bau entstand ab 1857 und gilt als Beispiel für den Maximilianstil, der nach König Maximilian II. von Bayern benannt ist. Seine Fassade verbindet roten Ziegel mit hellem Stein. Deutsche und englische Gotik treffen dort auf Einflüsse des Tudorstils, sichtbar an rechteckigen Fenstern und floralen Motiven. Zinnen krönen den Mittelteil mit drei Fensterachsen. Die seitlichen Fassadenpartien zeigen jeweils zwei Fensterachsen und ergänzen die gegliederte Front. Mehrere Putten stellen dort die vier Jahreszeiten dar. Religiöse Szenen und Ritterfiguren erweitern den bildhaften Schmuck der Fassade und verbinden ihn mit dem historischen Wohnbau.
Die Handwerker Erlacher, Windwart und Bleibinhaus entwarfen es. Die Pläne wurden im April 1857 nach einem Austausch mit den Stadtbehörden genehmigt, nachdem der Bau zunächst ohne offizielle Erlaubnis begonnen hatte. Geringe Kriegsschäden änderten den Erhalt des Hauses nicht. Zwischen 1989 und 1996 wurde das Wohnhaus restauriert und als Zeugnis des Münchner Maximilianstils bewahrt.
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