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Sankt Johann Nepomuk

Sankt Johann Nepomuk, auch Asamkirche genannt, steht als Barockbau im Herzen Münchens an der Sendlingerstraße. Die Brüder Egid Quirin und Cosmas Damian Asam errichteten sie zwischen 1733 und 1746 als private Kapelle. Ihre leicht konvexe Fassade fügt sich in die Häuserzeile ein.

Im Inneren misst der Raum 22 Meter in der Länge und 8 Meter in der Breite. Drei vertikale Bereiche ordnen den Kirchenraum und unterscheiden irdische, kaiserliche und göttliche Sphäre. Der untere Bereich bleibt dunkel und symbolisiert die irdischen Kämpfe. Der mittlere Bereich erscheint heller und war dem Kaiser vorbehalten. Verborgenes Licht erhellt den obersten, Gott gewidmeten Abschnitt.

Das Deckengemälde „Leben des heiligen Nepomuk“ stammt von Cosmas Damian Asam. Vier spiralförmige Säulen rahmen den Hochaltar und verweisen auf Berninis Säulen im Petersdom in Rom. Sieben Beichtstühle tragen allegorische Szenen und spiegeln die ursprüngliche Nutzung als Beichtkirche für Jugendliche wider. Der Altar zeigt nach Westen statt nach Osten, während ein ungewöhnlich niedrig aufgehängtes Kruzifix den Raum prägt.

Stadt
München
Aktualisiert

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