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Maria-Hilf-Kirche

Die Maria-Hilf-Kirche steht freistehend am Mariahilfplatz im Münchner Stadtteil Au, östlich der Isar. Ihr monumentaler Backsteinbau gilt als Prototyp neugotischen Kirchenbaus des 19. Jahrhunderts. Zusammen mit Heilig-Kreuz-Kirche und St. Johann Baptist gehört sie zu Münchens neugotischen Geschwistern.

Joseph Daniel Ohlmüller entwarf die dreischiffige Halle, Georg Friedrich Ziebland vollendete sie zwischen 1831 und 1839. Der 93 Meter hohe Turm orientiert sich am Freiburger Münster, während Joseph Anton Fischer aufwendige Glasarbeiten schuf. Drei frühere Kirchen standen an diesem Ort, darunter eine 1629 geweihte Mariahilf-Kapelle für wachsende Pilgerzahlen.

Im Zweiten Weltkrieg blieb nur der Turm erhalten, danach bauten Hans Döllgast und Michael Steinbrecher den Bau wieder auf. Die Nachkriegsrekonstruktion vereinfachte das Äußere und modernisierte den Innenraum, bewahrte jedoch wenige ursprüngliche Elemente. Ein 2012 ergänztes Carillon, eine Orgel von 1975 und das aus Flandern stammende Mariahilf-Bild in der Gnadenkapelle prägen den Kirchenraum.

Stadt
München
Aktualisiert

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