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Karlstor

Karlstor steht am westlichen Ende der Neuhauser Straße in München. Das mittelalterliche Stadttor markiert heute die Grenze zwischen Altstadt und Ludwigsvorstadt. Durch seine Durchfahrt führt die belebte Fußgängerzone, die einst dem Verlauf der Salzstraße folgte.

Ursprünglich hieß das Tor Neuhauser Tor, erstmals erwähnten es Urkunden im Jahr 1302. Es gehörte zur zweiten Stadtbefestigung Münchens und sicherte den Zugang zur wachsenden Handelsstadt. Vor dem Tor überquerten Reisende eine Holzbrücke über den Stadtgraben und passierten eine halbkreisförmige Barbakane. Zwei Fronttürme und ein höherer Hauptturm bildeten mit den Mauern einen geschützten Innenhof. Eine Explosion führte zum Abriss des Hauptturms, während Arnold Zenetti die verbliebenen Türme neugotisch gestaltete. Später integrierte Gabriel von Seidl das Bauwerk in die umliegenden Häuser.

Im zentralen Gewölbe zeigen Kragenköpfe Münchner Persönlichkeiten aus verschiedenen Zeiten. Dazu gehören der Volkssänger Josef Sulzbeck und der Hofnarr Georg Pranger. Eine Gedenktafel erinnert außerdem an Herbert Jensen, der an der Einrichtung der Münchner Fußgängerzone beteiligt war.

Stadt
München
Aktualisiert

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