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Karlstor

Das Karlstor steht am westlichen Ende der Fußgängerzone an der Neuhauser Straße in München. Das mittelalterliche Stadttor markiert den Übergang zwischen Altstadt und Ludwigsvorstadt und gehört zur zweiten Stadtbefestigung. Die Salzstraße führte einst direkt an dieser Stelle vorbei und brachte Händler in die wachsende Stadt.

Urkundlich erscheint die Anlage erstmals 1302 als Neuhauser Tor. Eine Holzbrücke über den Stadtgraben führte zu einer halbkreisförmigen Barbakane, bevor Reisende den von zwei Vordertürmen und einem höheren Hauptturm geschützten Zugang erreichten. 1791 erhielt das Tor unter Kurfürst Karl Theodor seinen heutigen Namen, bevor eine Explosion 1857 den Hauptturm zerstörte. Arnold Zenetti gestaltete die erhaltenen Türme 1861 neugotisch, später band Gabriel von Seidl sie in die umliegenden Gebäude ein.

Im zentralen Gewölbe sitzen Kragenköpfe mit den Bildnissen des Volkssängers Josef Sulzbeck und des Hofnarren Georg Pranger. Eine Gedenktafel erinnert außerdem an Herbert Jensen, der an der Einrichtung der Münchner Fußgängerzone beteiligt war.

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München
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