Gustav Landauer
Das Gustav-Landauer-Denkmal liegt auf dem Münchner Waldfriedhof und erinnert an eine prägende Stimme des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Du siehst einen zugänglichen Ort, der Geschichte mit einem klaren, modernen Zeichen verbindet.
Die Gedenkstätte verweist auf Landauers Wirken als Philosoph, Schriftsteller und Revolutionär sowie auf seine Beteiligung an der Bayerischen Räterepublik. Dort übernahm er das Amt des Ministers für Volksaufklärung, bevor er 1919 während der Niederschlagung der revolutionären Regierung ermordet wurde. Ein erstes Denkmal entstand 1922 auf Initiative seiner Tochter und mit Unterstützung der Freien Arbeiter-Union Deutschlands. Die Behörden untersagten die geplante Einweihung im Mai 1925, dennoch versammelten sich hier Syndikalisten und Bewunderer seiner Ideen. Nationalsozialisten zerstörten das Denkmal 1933.
Seit 2017 steht an derselben Stelle eine neue Gedenkstätte aus zwei Teilen eines gespaltenen Basaltblocks. Gehärtetes Glas verbindet die Hälften und trägt die ursprüngliche Inschrift, sodass ein konkretes Detail aus der Geschichte sichtbar bleibt.
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