Gunetzrhainerhaus
Am Promenadeplatz 15, mitten in München, steht das Gunetzrhainerhaus. Johann Baptist Gunetzrhainer, ein bedeutender Hofbaumeister, kaufte das Haus 1726 und verwandelte es bis 1730 in einen Bau des frühen Rokoko. Der Stil lebt von Detailreichtum und verspielter Eleganz. Das vierstöckige Stadtpalais zeigt ihn in Régence-Stuck an der Fassade.
Im Jahr 1944 beschädigten Bomben das Haus schwer. Hans von Peschke leitete von 1960 bis 1961 den sorgfältigen Wiederaufbau. Die Deutsche Bank wirkte an diesem Projekt entscheidend mit. Dank genauer Aufzeichnungen und Abformungen aus der Vorkriegszeit entstand dieser Stuck originalgetreu neu. So blieb das Gebäude ein Beispiel für ein bürgerliches Wohnhaus und einen Künstlersitz des frühen Rokoko.
In der rundbogigen Nische der Fassade entdeckst du eine bronzene Madonna. Das Original, eine Terrakottafigur von Hubert Gerhard um 1600, bewahrt das Bayerische Nationalmuseum. Bronze an der Hauswand, Terrakotta im Museum: eine Figur teilt sich auf zwei Orte auf.
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