Palazzina Appiani
Die Palazzina Appiani steht im Mailänder Parco Sempione und verbindet Architektur mit der Geschichte napoleonischer Stadtplanung. Luigi Canonica entwarf den neoklassizistischen Bau für diesen städtischen Zusammenhang. Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts sollte das Gebäude Napoleon Bonapartes Familie bei öffentlichen Veranstaltungen in der Arena Civica dienen. Eine private Galerie ergänzte diese repräsentative Funktion im Gebäude. Die neoklassizistische Formensprache orientiert sich an der Monumentalität des kaiserlichen Rom und grenzt sich von Rokoko und Barock ab. Acht rosafarbene Granitsäulen tragen die korinthische Loggia des Baus. Im Inneren öffnet sich der Ehrensaal zu einer Loggia mit Blick auf die Arena Civica. Dieser Raum verbindet Innenarchitektur mit dem benachbarten Veranstaltungsort. Angelo Monticelli entwarf die Deckenfriese, deren Szenen römische Altertümer und griechische Mythologie aufgreifen. Die Darstellungen verweisen auf Macht und Repräsentation der napoleonischen Epoche. Im einundzwanzigsten Jahrhundert entwickelte sich die Palazzina zu einem Kulturort für Ausstellungen, Hochzeiten und weitere Veranstaltungen. Der historische Bau ist für Menschen im Rollstuhl zugänglich. Während der Weltausstellung 1906 erhielt seine Fassade vorübergehend eine Anpassung an die Anforderungen der Veranstaltung. Diese vorübergehende Veränderung gehört zur Baugeschichte des Ortes.
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