Wandelhalle
Die Wandelhalle zieht sich in Meran als überdachte Arkade am Ufer der Passer entlang. Die fast hundert Meter lange Konstruktion folgt der Kurve der Winterpromenade und spendet im Sommer Schatten. Filigranes Gusseisen prägt die Bögen, die eine Wiener Gießerei namens Griedel zwischen 1864 und 1866 fertigte. Ihre Formen verbinden den Klassizismus der späten Biedermeierzeit mit dem späteren Jugendstil. Bürgermeister Valentin Haller setzte sich für den Bau ein, damit Meran für Kurgäste attraktiver wurde.
Schon 1891 diente die Halle als Freiluftgalerie mit Büsten und Gedenktafeln bedeutender Meraner Bürger. Landschaftsgemälde von Franz Lenhart, Rudolf Complojer und Peter Demetz zeigen Dörfer und Landschaften Südtirols. Im Zentrum erinnert eine Ehrenhalle mit Büsten an historische Persönlichkeiten, darunter Herzog Karl Theodor, der in Meran als Augenarzt arbeitete. Heute verbinden sich hier Flussufer, Kunst und Kurtradition mit einem Café und einem regelmäßigen Flohmarkt. Die autofreie Umgebung führt zur Kurpromenade mit Jugendstilvillen und zum Kurhaus sowie zur Tappeinerpromenade. Unter einem großen Baum am Eingang finden Kinder Schatten und einen Sandspielplatz.
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