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St. Martin

St. Martin steht am Rand der nordwestlichen Altstadt von Memmingen und prägt das Stadtbild mit seinem etwa 65 Meter hohen Turm. Der Kirchturm ist das höchste Gebäude in Memmingen. Die dreischiffige Basilika besitzt einen erhöhten Chor mit einem Fünfachtelschluss und gehört zu den ältesten Kirchen Oberschwabens. Ihre Geschichte reicht bis ins neunte Jahrhundert zurück. Unter dem Bau wurden Reste eines römischen Burgus entdeckt, während Siedlungsspuren bis ins zweite Jahrhundert zurückreichen. Die Bürger finanzierten die gotischen Erweiterungen der Kirche. Der heutige Bau entstand ungefähr zwischen 1325 und 1500 und bewahrt mehr als 500 Jahre alte Chorgestühle. Diese Chorgestühle gelten als größter Kunstschatz der Stadt. St. Martin war im 16. Jahrhundert ein wichtiger Ort der Memminger Reformation unter dem Prediger Christoph Schappeler. St. Martin ist die Hauptkirche des evangelisch-lutherischen Kirchenbezirks Memmingen. Im Inneren verbinden sich die Chorgestühle mit weiteren Kunstwerken und den Spuren mehrfacher Umbauten. Der Turm erhielt im Jahr 2012 seine letzte Renovierung. Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert zur Stauferkirche und erhielt 1214 das Patronat der Antoniter. 1562 ging das Patronat an die Stadt über. Unter Christoph Schappeler verbreitete sich die Reformation ab 1524 in Memmingen. Memmingen bekannte sich 1532 zur lutherischen Lehre.

Stadt
Memmingen
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