Landestheater Schwaben
Das Landestheater Schwaben steht in Memmingen und verbindet ein historisches Gebäude mit dauerhaftem Theaterbetrieb. Seine Ursprünge reichen bis zum St.-Elisabeth-Kloster von 1258 zurück. Die schlichte, große Giebelform wurde um 1380 in die Stadterweiterung einbezogen, nachdem dort Franziskanerinnen Arme und Kranke versorgt hatten. 1529 endete die klösterliche Nutzung durch die Säkularisierung. Danach diente der Bau als Lateinschule und Volksschule, bevor die Gesellschaft der Dramatischen Liebhaber ihn 1802 zum Theater umgestaltete. Seit 1937 spielt dort ein festes Ensemble.
Umbauten prägten den Ort weiter: 1877 erhielt das Dach eine Modernisierung, und die Decke des Theatersaals wurde angehoben. 1904 entstand die neobarocke Westfassade. Von 1974 bis 1976 wurde der Kreuzgang vom Foyer aus zugänglich. Der südliche Anbau von 2010 vereint Bühnenbetrieb, glasüberdachte Werkstätten und eine Studiobühne unter einem Dach. Probenbühnen liegen im zweiten Obergeschoss. Die vollständig barrierefreie Anlage umfasst außerdem Nebenräume, Theaterwohnungen und Verwaltungsbüros in den oberen Etagen.
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