St. Christoph
St. Christoph steht in Mainz als frühgotische Kirchenruine mit restaurierten Außenmauern und einem romanischen Turm. Seine Bauzeit reicht von 1240 bis 1330. Der Turm bewahrt paarweise angeordnete Bogenfenster, während Betonpfeiler die erhaltenen Mauern tragen. Der Ort ist für Menschen im Rollstuhl barrierefrei zugänglich.
Urkundlich erscheint das Gotteshaus erstmals 893 und stand 1140 unter dem Patronat der Abtei St. Maximin in Trier. Johannes Gutenberg könnte hier getauft worden sein. Barocke Veränderungen prägten den Bau im 17. und 18. Jahrhundert, bevor Luftangriffe 1942 und 1945 ihn fast vollständig zerstörten. Erhalten blieben dabei nur die äußeren Mauern.
Heute erinnert die Ruine als Kriegsdenkmal an die Zerstörung von Mainz und an ihre Opfer. Ein Relief von Heinz Hemrich zeigt symbolisch die Geschichte der Stadt. Farbige Glasfenster von Alois Plum begleiten eine Ausstellung über das Denkmal, das NS-Regime und den Zweiten Weltkrieg. Nebenan steht Gutenbergs Statue von Karl Heinz Oswald aus dem Jahr 2000. Seit 2020 finden wöchentliche ökumenische Friedensgebete nach der Tradition des Coventry-Kreuzes statt. Eine Bodenplatte erinnert an die Toten und mahnt die Lebenden.
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