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Nagelsäule

Die Nagelsäule steht auf dem Liebfrauenplatz östlich des Mainzer Doms und verweist auf den Ersten Weltkrieg. Die Spender schlugen Nägel in den hölzernen Körper. Das Denkmal entstand als Teil einer deutschen Spendenkampagne, die zugleich der Kriegspropaganda diente. Adolf Gelius und Ludwig Lipp entwarfen die ausgewählte Gestaltung. Eichenstämme bilden die Säule, die wie ein Weinfass gestaltet ist und von Kalkstein umgeben wird. Drei Kalksteinsäulen verkörpern Wohltätigkeit, Tapferkeit und Einheit. Die Kampagne verband Spendenbereitschaft mit öffentlicher Unterstützung des Kriegseinsatzes. Auch Kriegskinder und Soldatenfrauen erhielten Unterstützung. Die Ehefrau und zwei Prinzen des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen schlugen die ersten Nägel. Karl Göttelmann, Adolf Gelius und Ludwig Lipp verbinden Rathaus, Baukunst und Skulptur. Die Witterung beschädigte das Holz des Denkmals. Eine spätere Restaurierung bewahrte den hölzernen Körper und seine historische Oberfläche. Nach der Restaurierung hängt der konservierte Holzkörper an einer sieben Meter hohen Edelstahlkonstruktion. Eine Schutzschicht bewahrt die Nägel im Eichenholz.

Stadt
Mainz
Aktualisiert

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