Nagelsäule
Die Nagelsäule steht auf dem Liebfrauenplatz östlich des Mainzer Doms und erinnert an den Ersten Weltkrieg.
Das Denkmal besteht aus Eichenstämmen und wird von Kalksteinsäulen umgeben.
Im Rahmen einer deutschen Spendenkampagne schlugen Unterstützer Nägel in das Holz und sammelten Geld für kriegsbezogene Wohltätigkeit.
Die Nägel machten die Spenden am Denkmal sichtbar.
Die Gestaltung stammt vom Stadtbaumeister Adolf Gelius und vom Bildhauer Ludwig Lipp, deren Entwurf aus einem städtischen Wettbewerb hervorging.
Bürgermeister Karl Göttelmann leitete den Wettbewerb in Mainz.
Kalksteinsäulen verkörpern Wohltätigkeit, Tapferkeit und Einheit und ergänzen die hölzerne Säule um allegorische Bedeutungen.
Die Kampagne unterstützte auch Kriegskinder und Soldatenfrauen.
Der Nationale Frauendienst gehörte zu den Einrichtungen, denen die gesammelten Mittel zugutekamen.
Das Denkmal hatte dabei auch eine propagandistische Funktion.
Witterung beschädigte das hölzerne Denkmal im Lauf der Jahre.
Eine Restaurierung schützte das Holz und überzog die Nägel mit einer Schutzschicht, bevor die Nagelsäule wieder öffentlich gezeigt wurde.
Eine Edelstahlkonstruktion trägt die restaurierte Nagelsäule.
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