Liebfrauenplatz
Der Liebfrauenplatz liegt östlich des Mainzer Doms und bildet den östlichsten von vier Plätzen rund um die Kathedrale. Heute prägen Fußgängerbereiche, eine öffentliche Grünfläche und historische Fassaden das Bild. Am östlichen Ende befindet sich das Gutenberg-Museum, während der Mainzer Dom den Platz westlich begrenzt.
Ursprünglich stand hier die Liebfrauenkirche, die Erzbischof Siegfried I. 1069 errichten ließ. Brände und die Belagerung von Mainz 1793 prägten ihre Geschichte, bevor sie 1807 abgetragen wurde. Ihre Steine gelangten in die Festung Kastel und in die Verbesserung der Finther Chaussee. Die preußische Hauptwache entstand 1829 am südlichen Rand, heute erinnert ihre restaurierte Fassade an diese Nutzung. Nach dem Zweiten Weltkrieg vergrößerte sich die Fläche, während das Haus Zum Römischen Kaiser mit rekonstruierter Fassade wiederaufgebaut wurde.
Seit 1975 gehört der Platz zur Fußgängerzone und verbindet Alltagsleben mit Mainzer Festkultur. Bauernmarkt, Weihnachtsmarktprogramm und Rosenmontagszug bringen unterschiedliche Seiten der Stadt zusammen. Eine besondere Spur hinterlässt die 1916 vollendete Nagelsäule, die einst einer Spendenaktion im Ersten Weltkrieg diente.
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