Kaponniere Malakoff
Die Kaponniere Malakoff, auch Fort Malakoff genannt, steht als historische Militäranlage in der Mainzer Altstadt am Rhein. Ihr Bau begann im Jahr 1843 am Rhein. Sie gehörte zur preußischen Festung Mainz und bildete einen südöstlichen Außenposten der linksrheinischen Befestigungen. Diese Anlage trug die Bezeichnung Rheinkehlturm in den linksrheinischen Befestigungen. Der freistehende Bau besteht aus rotem Sandstein und formt einen Viertelkreis mit zwei Geschossen. Zwei separate Treppentürme flankieren den markanten roten Sandsteinbau. Schieß- und Kanonenscharten durchbrechen die Mauern, während rundbogige Fenster die Seitenfronten und die Hoffassade prägen. Rheinseitig bleiben nur kleine, schießschartenförmige Öffnungen in den massiven Wänden sichtbar.
Major Johann Pientka, genannt Haak, entwarf das Bauwerk als Ingenieurdirektor und Bauoffizier. Der Hof besitzt mannshohe Umfassungsmauern und ein Eisentor. Im Jahr 1855 erhielt das Fort seinen Namen nach dem Krimkrieg in Russland. 1863 wechselte der Eigentümer zur Hessischen Ludwigsbahn. Danach diente die Anlage als Wohnraum für sozial Benachteiligte und später als Bar im Hyatt Regency Hotel Mainz. Die Malakoff-Terrasse trägt ihren Namen nach diesem Bauwerk. Auch das Einkaufszentrum Fort Malakoff Park verweist mit seinem Namen auf die Kaponniere. Der Eintrag führt sie als Kulturdenkmal der Mainzer Altstadt und als rollstuhlgerecht aus.
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