Gedenkstätte St. Christoph
Die Gedenkstätte St. Christoph liegt im Herzen von Mainz und bewahrt die Ruinen einer frühgotischen Pfarrkirche. Zwischen 1292 und 1325 entstand der Bau, dessen Mauern im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurden. Heute verbinden die zugänglichen Ruinen eine Kapelle, einen Erinnerungsort und eine Ausstellung zur Mainzer Kriegsgeschichte.
Im Inneren findest du ein spätgotisches Taufbecken, das als Taufstätte Johannes Gutenbergs gilt. Bunte Glasplatten erläutern die Geschichte des Ortes, den Nationalsozialismus und die Zerstörung von Mainz. Historische Fotografien zeigen, wie stark die Stadt bis zum Kriegsende beschädigt war. Moderne Reliefs von Heinz Hemrich setzen einen zeitgenössischen Akzent zwischen den erhaltenen Mauern.
1963 und 1964 wandelten Restaurierungsarbeiten die Ruinen in eine Gedenkstätte um, später folgten weitere Maßnahmen am Turm. 2018 ging aus einem Gestaltungswettbewerb ein Entwurf von Bonn Architekten für den neuen Turmhelm hervor. Feuerverzinkte und farbbeschichtete Winkelprofile zeichnen heute seine Silhouette nach, während die ursprüngliche Glocke wieder eingesetzt werden soll.
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