Bahnhofplatz
Der Bahnhofplatz in Mainz liegt halbkreisförmig vor dem Mainzer Hauptbahnhof und bildet ein repräsentatives Tor zur Stadt. Alicenstraße, Bahnhofstraße, Schottstraße und Kaiser-Wilhelm-Ring führen auf den Platz zu. Drei breite Alleen prägten ursprünglich den Zugang, während in der Mitte ein Blumenrondell lag. Heute markiert eine Baumreihe den Übergang zum übrigen Bahnhofsbereich.
Die Anlage entstand zusammen mit dem neuen Bahnhof und wurde 1884 für den Verkehr freigegeben. Eduard Kreyßig legte erste Pläne bereits 1873 vor, bevor 1876 der Eisenbahntunnelbau begann. Nach der Fertigstellung fuhren Pferdebahnen am Haupteingang vorbei, neben Rasenflächen, Bäumen, Blumen, Droschken und Hotelomnibussen. Luftangriffe beschädigten den Platz im Zweiten Weltkrieg schwer, doch die Restaurierung begann 1947.
Heute stehen hier Snackverkaufsflächen, Außengastronomie, Fahrradstellplätze und eine Nutzfläche der Bundespolizei. Der Straßenbahnverkehr verläuft inzwischen an einer gemeinsamen Haltestelle für Busse und Straßenbahnen. Zwischen den Straßen entstanden Hotels und Restaurants, darunter 1883 die Rheinische Bierhalle und 1892 ein Bahnhofshotel. An Bahnhofplatz 8 erinnern Rundbögen, Pilaster und ein Mansarddach an das Wohn- und Geschäftshaus von 1887.
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