Lokschuppen Alte Neustadt
Der Lokschuppen Alte Neustadt steht im Magdeburger Stadtteil Alte Neustadt und gehört zu den ältesten erhaltenen rechteckigen Lokomotivschuppen Deutschlands. Das Gebäude entstand 1863 als Teil des ehemaligen Güterbahnhofs Alte Neustadt.
Sein eingeschossiges Bruchsteinmauerwerk trägt ein flaches, überhängendes Satteldach, während Ziegel die Rundbögen an Eingängen, Fenstern und hochliegenden Ochsenaugen bilden. An jeder Längsseite sitzen sieben große Rundbogenfenster im Ziegelrahmen. Ein Wasserkran erinnert an die frühere Nutzung durch die Magdeburger Hafenbahn des nahe gelegenen Handelshafens. Der Bau besitzt keinen Anschluss mehr an das Schienennetz.
Nach Leerstand und Verfall kauften private Eigentümer den Bau 2006 und ließen ihn bis 2012 denkmalgerecht restaurieren. Heute beherbergt er ein Ingenieur- und Sachverständigenbüro und dient als Schulungs- und Veranstaltungsort. Veranstaltungen finden ebenfalls in dem Gebäude statt, das im örtlichen Denkmalverzeichnis als Kulturdenkmal eingetragen ist. Die Theodor-Kozlowski-Straße verläuft direkt östlich am Lokschuppen entlang. Alte Neustadt liegt nördlich der Magdeburger Altstadt zwischen dem Bahnnetz und dem westlichen Elbufer, mit Universität und Fraunhofer-Institut im Stadtteil. Die Ziegelbögen zeigen eine praktische Bauweise, weil das umgebende Bruchsteinmauerwerk nicht aufwendig bearbeitet werden musste. Der rechteckige Grundriss prägt weiterhin das klare Erscheinungsbild des Baudenkmals.
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