Minoritenkirche
Die Minoritenkirche steht in Linz als römisch-katholischer Rokokobau und ist auch als Landhauskirche bekannt. Ihre Geschichte beginnt mit den Minoriten, die hier 1236 erstmals urkundlich erwähnt wurden. Die ursprüngliche gotische Kirche entstand vermutlich ab 1278, während das angrenzende Kloster später dem Landhaus weichen musste. Heute nutzt die Priesterbruderschaft St. Petrus das Gotteshaus für Messen im traditionellen lateinischen Ritus.
Johann Matthias Krinner gestaltete den Bau ab 1751 neu und schuf einen hellen Innenraum mit sechs Seitenaltären. Der Hochaltar aus Stuckmarmor von 1756 nimmt die gesamte Ostwand des Presbyteriums ein. Bartolomeo Altomontes Verkündigung steht dort unter einer vergoldeten Gruppe mit Gottvater und Engeln. Rocaille-Stuck, das Auge Gottes und die vier Kirchenväter prägen die Decke des Chorraums. Die Kanzel von 1767 zeigt Symbole der vier Evangelisten sowie mehrere Reliefs.
Unter der Orgelempore bewahrt der Allerseelenaltar eine Pietà aus dem frühen 18. Jahrhundert. Besonders anschaulich verbindet die Orgel Geschichte und Gegenwart: Ihr Gehäuse stammt von 1853, während das Instrument 2008 und 2009 entstand. Die alte Sommersakristei bewahrt außerdem Intarsienschränke aus dem 18. Jahrhundert und einen roten Marmorspringbrunnen aus dem 17. Jahrhundert.
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