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William Zipperer

William Zipperer erinnert in Leipzig an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur. Der Graveur wurde 1884 in Dresden geboren und lebte in der damaligen Leutzscher Straße 13.

1919 gehörte er zu den Gründern der Leipziger KPD-Ortsgruppe und übernahm ihren ersten Vorsitz. Zwischen 1923 und 1925 arbeitete er als Redakteur der Sächsischen Arbeiterzeitung. Nach 1933 informierte er Wehrmachtsangehörige über das Nationalkomitee Freies Deutschland und versteckte kommunistische Literatur auf dem Dachboden. Die Bücher wickelte er in alte Zeitungen ein, doch die Gestapo entdeckte das Leipziger Widerstandsnetzwerk im Sommer 1944. Insgesamt wurden 59 Antifaschisten verhaftet, darunter auch dieser Leipziger Widerstandskämpfer. Nach einem kurzen Prozess vor dem Volksgerichtshof in Dresden wurde er zum Tode verurteilt und im Januar 1945 hingerichtet.

Eine Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig zeigt die wiederentdeckten Bücher und weitere persönliche Spuren. Zu sehen sind außerdem sein Abschiedsbrief, drei Flugblätter der Widerstandsgruppe und Fotografien. Besonders eindrücklich bleibt der Dachbodenfund: Die versteckten Bücher wurden erst im August 2024, mehr als neunzig Jahre später, wiedergefunden.

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Leipzig
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