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Versöhnungskirche

Die Versöhnungskirche steht im Leipziger Stadtteil Gohlis und zeigt die klare Formensprache der Neuen Sachlichkeit. Ihre vollständig weiße Fassade, der westliche Glockenturm und das kreuzförmige Fenster prägen den Anblick. Der Turm ragt 39 Meter empor, während vertikale Fensterbänder seine schmale Gestalt betonen.

Hans Heinrich Grotjahn entwarf den Bau, der zwischen 1930 und 1932 als Zentrum eines geplanten Wohngebiets entstand. Die benachbarte Krochsiedlung bildete die erste Phase dieser städtebaulichen Entwicklung. Ein Stahlbetonskelett trägt das einschiffige Langhaus, dessen südliche bis nördliche Ausrichtung der Grundstückslage folgt. Über dem Langhaus liegt ein Triforium mit der restaurierten Furtwängler-und-Hammer-Orgel. Farbige Glasfenster und liturgische Ausstattung stammen unter anderem von Odo Tattenpach, Max Alfred Brumme und Curt Metze.

2005 erhielt die Orgel ihre Restaurierung, bis 2009 folgten wichtige Sanierungsarbeiten. Im Inneren ist heute wieder die ursprüngliche Farbgestaltung des Kirchenschiffs zu sehen. Der denkmalgeschützte Bau bleibt ein markantes Beispiel moderner Sakralarchitektur in Deutschland. Besonders eindrucksvoll verbindet sich dabei das Betonkreuz am Eingang mit dem weißen Mauerwerk.

Stadt
Leipzig
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