Sühnekreuz
Das Sühnekreuz steht in Leipzig-Holzhausen und gehört zu den ältesten Kulturdenkmälern der Stadt.
Es ist das einzige bekannte Sühnekreuz in Leipzig.
Im Mittelalter errichteten Täter oder ihre Familien solche Steine nach schweren Straftaten, um Schuld öffentlich anzuerkennen und Frieden zu stiften.
Der genaue Ursprung dieses Leipziger Kreuzes bleibt bis heute unklar.
Historiker vermuten eine Entstehung im 15. oder 16. Jahrhundert.
Eine Bronzetafel auf dem Sockel nennt das Jahr 1524.
Ob es mit einem Totschlag von 1486 oder einer Tötung von 1524 zusammenhängt, bleibt jedoch unbelegt.
Das Denkmal besteht aus Rochlitzer Porphyrtuff, einem vulkanischen Gestein.
Das Kreuz misst etwa 68 Zentimeter in der Höhe, 45 in der Breite und 28 in der Tiefe.
Deutliche Bruchstellen und Abnutzung prägen seine Oberfläche.
Im frühen 20. Jahrhundert lag es bei Holzhausen in einem Feldgraben, später stand es am Bahnhof.
1954 erhielt es dort einen festen Sockel.
Im Winter 2008/2009 kam das Denkmal neben den Westeingang der Holzhausener Kirche.
Diese Ortswechsel gehören zu seiner überlieferten Geschichte.
Das beschädigte Kreuz verbindet mittelalterliche Konfliktgeschichte mit einem sichtbaren Stein in Leipzig-Holzhausen.
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