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Russische Gedächtniskirche

Die Russische Gedächtniskirche steht im Südosten Leipzigs, genau am Schauplatz der Völkerschlacht von 1813. Der russisch-orthodoxe Bau wurde 1913 dem heiligen Alexij geweiht und erinnert an russische Soldaten.

Wladimir Potrowski entwarf die Kirche nach dem Vorbild der Himmelfahrtskirche in Kolomenskoje. Ihr Grundriss wandelt sich vom Quadrat über das Achteck zum Sechzehneck und trägt eine goldene Zwiebelturmkuppel. Der Nowgoroder Stil verleiht dem etwa 55 Meter hohen Gebäude eine markante Silhouette. Im Inneren steht eine 18 Meter hohe Ikonenwand mit 78 Bildern, die Luka Martjanowitsch Jemeljanow malte. Halbedelsteine, Silber und weitere Metalle schmücken die Ikonen als Geschenk der Donkosaken. Restaurierungen erneuerten später die Kuppel und die Ikonenwand, deren Arbeiten 2018 abgeschlossen wurden.

Über der Wand hängt ein Kronleuchter mit 72 Lampen, der rund 800 Kilogramm wiegt. Vier Särge bewahren die Überreste russischer Soldaten, darunter Nicolas Kudaschew, Iwan Jegorowitsch Schewitsch und Andrej Jurgenew. Die Kirche dient weiterhin einer Gemeinde mit russischen, ukrainischen, belarussischen, bulgarischen und deutschen Mitgliedern.

Stadt
Leipzig
Aktualisiert

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