Petershof
Der Petershof steht an der Petersstraße im Leipziger Stadtzentrum und verbindet Architektur mit wechselvoller Stadtgeschichte. Alfred Liebig entwarf den Gebäudekomplex als Messehaus.
Der Bau entstand zwischen 1927 und 1929 in Stahlrahmenbauweise und diente ursprünglich als Messehaus. Die Travertinverkleidung prägt heute die Fassade zur Petersstraße.
Über dem Erdgeschoss stehen Statuen, die Künste, Berufe und prägende Personen des Bauprojekts darstellen. Auch Alfred Liebig erscheint unter den dargestellten Personen selbst.
Die Figuren tragen Symbole für Musik, Kunsthandwerk, Handel, Recht, Messeleitung, Architektur und Industrie. Der Künstler Markus Gläser schuf ihre heutigen Repliken.
Am Standort lagen zuvor das Gasthaus Haus zum Engel, das Hôtel de Russie und ein späteres Messehaus. Der Dichter Friedrich Schiller wohnte 1785 an diesem Ort.
Das Capitol-Kino prägte den Komplex ebenfalls und bot Raum für Filme, Kulturveranstaltungen und Konzerte des Gewandhausorchesters. Die alte Kinokasse blieb als kleines Café erhalten.
Nach Umbauten blieben die Petersstraßenfassade, die Lichthalle und das runde Treppenhaus erhalten. Heute umfasst Petershof Geschäfte, Büros und Wohnungen.
Der rollstuhlgerechte Gebäudekomplex zeigt, wie Messe, Kino und Wohnen an einem Leipziger Ort zusammenfinden.
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