Mechel Hilsenrath
In Leipzig erinnert ein Stolperstein an Mechel Hilsenrath. Die kleine quadratische Messingplatte liegt im Pflaster vor dem letzten selbstgewählten Wohnort. Beim Vorübergehen verbindet sie eine alltägliche Straße mit dem Leben eines Menschen, der hier zu Hause war. Ihre Inschrift hält Name, Geburtsjahr und, sofern bekannt, das Schicksal der geehrten Person fest.
Das Projekt entstand in den 1990er Jahren durch den Künstler Gunter Demnig und umfasst zehntausende Steine in Europa. Die Gedenksteine erinnern an Menschen, die während der nationalsozialistischen Verfolgung deportiert, ermordet oder aus anderen Gründen verfolgt wurden. Dazu gehören neben jüdischen Opfern auch Roma und Sinti, politische Gefangene, Homosexuelle und Menschen mit Behinderung. In Leipzig bildet jeder Stein einen stillen Teil eines dezentralen Erinnerungsnetzes, das sich durch Wohnstraßen und Nachbarschaften zieht. Manchmal reinigen Anwohner die Messingfläche oder legen Blumen daneben.
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