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Margarete Bothe

Margarete Bothe erinnert in Leipzig an eine Studentin, Lehrerin und Historikerin, die dem Nationalsozialismus kritisch gegenüberstand. Sie studierte ab 1939 an der Universität Leipzig und bewegte sich dort in einem Kreis regimekritischer Studierender.

1944 promovierte sie bei Otto Vossler über das Verhältnis von Moral und Politik bei Kant, Fichte, Herder und Hegel. Ihre Dissertation enthielt Zitate, die der Ideologie des Regimes widersprachen. Nach ihrer Verhaftung im Dezember 1944 sprach ein Gericht sie im Februar 1945 frei, doch die Gestapo hielt sie weiter im Gefängnis Wächterstraße fest. Im April 1945 wurde sie auf dem Exerzierplatz Lindenthal erschossen.

In Leipzig erinnern ein Stolperstein, das Ehrenbuch der Universität und eine Gedenktafel in der Universitätsbibliothek an Margarete Bothe. Eine Straße im Stadtteil Gohlis trägt ebenfalls ihren Namen. Hertha Goldmann teilte während der Haft einen Monat lang ihre Zelle mit ihr, während Elisabeth Grosch den Kontakt zu ihren Eltern hielt und später ihre Urne nach Merseburg überführen ließ.

Stadt
Leipzig
Aktualisiert

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