Kongresshalle am Zoo
Die Kongresshalle am Zoo steht in Leipzig direkt am Zoologischen Garten und verbindet Jugendstil mit heutiger Veranstaltungstechnik. Heinrich Rust entwarf das 1900 eröffnete Gebäude, das sich 77 Meter entlang der Straße erstreckt und von einem 50 Meter hohen Turm geprägt wird. Ein Flügel weist zum Zoo, während historische Säle und moderne Räume Veranstaltungen für 10 bis 1.200 Personen aufnehmen.
Konzerte, Theater, politische Kongresse und Sportveranstaltungen prägten die Geschichte des Hauses. Von 1946 bis 1981 spielte das Gewandhausorchester hier, außerdem blieb der Weiße Saal bis 1989 die Spielstätte des Theaters der Jungen Welt. Nach Brand, Schließung und dem Verlust großer Teile der Innenausstattung begann ab 2001 die Sanierung, die 2015 mit der Wiedereröffnung abgeschlossen wurde. Heute stehen 15 Säle und Räume für Tagungen, Konzerte und weitere Veranstaltungen bereit, darunter der Große Saal im Jugendstil und der neobarocke Bachsaal.
Ein ungewöhnliches Detail erinnert an die Nachkriegszeit: Die 1948 eingebaute Jehmlich-Orgel erklang nur bei fünf Konzerten, bevor sie unspielbar wurde. Der Spieltisch verschwand später bei der Beräumung und wurde schließlich in einer Kirche wiedergefunden.
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