Immanuelkirche
Die Immanuelkirche steht in Probstheida, einem rund sechzig Meter höher gelegenen Stadtteil im Südosten Leipzigs. Sie zeigt sich als evangelisch-lutherischer Sakralbau im klassizistischen Stil. An diesem Ort veranlasste Bischof Thietmar von Merseburg 1213 den Bau einer Kirche. Im Oktober 1813 brannte sie während der Völkerschlacht bis auf die Grundmauern nieder.
Die Gemeinde errichtete sie auf den alten Fundamenten neu und weihte den Bau 1818 ein. 1927 ergänzte Georg Staufert eine Apsis, die als Sakristei dient. Der Umbau verlegte außerdem die Emporentreppen neben den Haupteingang und brachte einen neuen Kanzelaltar. Die Schmeisser-Orgel besitzt zwei Manuale, ein Pedal und vierzehn Register. Sie bewahrt Pfeifenmaterial der Mende-Orgel von 1825 und verfügt über Koppel und Transmission.
Besonders eindrücklich bleibt die Bronzeglocke von Johann Carl Berger aus Leipzig. Sie wiegt 110 Kilogramm, misst unten 579 Millimeter und überstand beide Weltkriege. Zwei 2021 in Innsbruck gegossene Glocken vervollständigen das auf die Te-Deum-Terz gestimmte Geläut. Altar, Taufstein und Ambo schuf der Leipziger Künstler Markus Zink. Nach der Außensanierung folgte 2009 die Restaurierung des Innenraums.
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