Hoffnungskirche
Die Hoffnungskirche steht im Leipziger Stadtteil Knauthain und dient der evangelisch-lutherischen Gemeinde. Ihr achteckiger Zentralbau trägt ein flaches Zeltdach, während ein quadratischer Turm den westlichen Abschluss bildet. Rundbogenfenster und ein umlaufendes Schmuckfries erinnern an romanische Bauformen. Am Nordeingang sind Teile eines Portals aus dem zwölften Jahrhundert erhalten.
Die Geschichte des Kirchenstandorts reicht vermutlich bis etwa 1125 zurück, doch das heutige Gebäude entstand nach einem Neubau von 1846. Johann Ernst Wilhelm Zocher verband byzantinische und historistische Einflüsse mit einem klassizistischen Innenraum und umlaufenden Emporen. Ein Luftangriff zerstörte die Kirche am 22. Februar 1944 bis auf die Außenmauern. Der Wiederaufbau begann 1951, und 1971 erhielt der verkürzte Turm seine heutige Gestalt.
Im Inneren ordnen sich die Bänke symmetrisch um das zentrale Taufbecken, ergänzt durch Messingarbeiten von Matthias Klemm aus dem Jahr 1981. Die Orgel stammt aus 1965 und geht auf ein Instrument aus der Leipziger Trinitatiskirche zurück. Drei Glocken bilden ein d-Moll-Geläut. Die älteste Glocke wurde 1846 in Leipzig gegossen und überstand gemeinsam mit der Glocke von 1886 beide Weltkriege.
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