Gewandhaus
Das Gewandhaus steht in Leipzig und dient dem Gewandhausorchester als Konzertsaal. Der heutige Bau ist der dritte Ort dieser musikalischen Tradition. Sein amphitheatralischer Hauptsaal richtet den Blick auf eine Bühne mit sorgfältig geplanter Akustik. Auch Rollstuhlfahrer finden hier einen geeigneten Zugang.
Die Geschichte begann 1781 in einem Gebäude der Leipziger Tuchhändler. Der hölzerne Saal lag über dem Tuchlager und wurde für bedeutende Uraufführungen genutzt. Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 erklang dort 1811 erstmals. Zwischen 1884 und 1886 entstand nach Plänen Martin Gropius’ der zweite Bau. Luftangriffe beschädigten ihn 1943 und 1944 schwer, bevor er 1968 abgerissen wurde. Das heutige Haus eröffnete 1981 nach Plänen Rudolf Skodas.
Im Inneren verbindet sich die Konzertgeschichte mit sichtbaren Einzelheiten. Eine Schuke-Orgel aus Potsdam besitzt 6.845 Pfeifen und trägt das Motto „Res severa verum gaudium“. Im Hauptfoyer hängt Sighard Gilles Wandbild „Gesang vom Leben“, Europas größtes zeitgenössisches Gemälde seiner Art. Der Mendelssohn-Saal nimmt Kammermusik und Konferenzen auf. Modelle im Foyer zeigen die drei Gewandhaus-Bauten und machen den Wandel des Leipziger Musikortes anschaulich.
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