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Fürstenhof

Der Fürstenhof steht nördlich der Leipziger Altstadt und verbindet ein ehemaliges Stadtschloss mit einem traditionsreichen Hotelbau. Johann Carl Friedrich Dauthe entwarf das Gebäude für den Bankier Eberhard Heinrich Löhr im späten 18. Jahrhundert. Zum ursprünglichen Anwesen gehörte Löhrs Garten, der sich im englischen Stil bis zur Parthe erstreckte.

Seit dem späten 19. Jahrhundert dient das Haus als Hotel. Umbauten von Franz Hannemann und Hermann Günther bewahrten den Innenhof und ergänzten Renaissance- sowie Jugendstilformen. Besonders auffällig ist der Speisesaal mit seiner fast vollständigen Verkleidung aus Zöblitzer Serpentin, auch Sächsischer Marmor genannt. In den 1940er Jahren bot das Gebäude jüdischen Leipzigerinnen und Leipzigern Zuflucht und diente nach dem Krieg kurzzeitig als Hauptquartier der US-Streitkräfte.

Heute steht der Bau unter Denkmalschutz und verbindet historische Räume mit moderner Ausstattung. Rund 100 Zimmer und Suiten, darunter Familien- und Themensuiten, prägen das Boutique-Hotel. Ein Detail bleibt besonders im Gedächtnis: Früher konnten Gäste aus acht Düften für die Frischluft in ihren Zimmern wählen.

Stadt
Leipzig
Aktualisiert

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