Bundesverwaltungsgericht
Das Bundesverwaltungsgericht steht in Leipzig und verbindet deutsche Rechtsgeschichte mit monumentaler Architektur. Seine Kuppel erreicht 68,5 Meter und trägt die 5,5 Meter hohe Skulptur „Die Wahrheit“. Der Bau liegt am Eduard-von-Simson-Platz, während vor seiner Ostseite der freigelegte Pleißemühlgraben verläuft. Italienische Spätrenaissance, römische Antike und französischer Barock prägen die äußere Gestaltung.
Ludwig Hoffmann und Peter Dybwad gewannen den Architekturwettbewerb von 1884 und 1885. Von 1888 bis 1895 entstand das Gebäude ursprünglich als Sitz des Reichsgerichts. Im Zweiten Weltkrieg wurde etwa ein Drittel zerstört, danach nahm das Museum der Bildenden Künste Räume auf. Eine umfassende Restaurierung von 1998 bis 2001 bereitete den Bau für das Bundesverwaltungsgericht vor.
Im Inneren führen Eingangshalle und Galerien zum Großen Sitzungssaal mit historischen Wappen und kunstvollen Glasfenstern. Reliefs, Wandmalereien und Skulpturen behandeln dort Ermittlung, Urteil, Vollstreckung und Gnade. An der Nordseite erinnern Figuren an Eike von Repgow, Savigny und weitere Persönlichkeiten der deutschen Rechtsgeschichte. Besonders eindrucksvoll bleibt die Skulptur „Die Wahrheit“, die hoch über Leipzig auf der Kuppel steht.
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