Bethanienkirche
Die Bethanienkirche steht als evangelisch-lutherische Kirche im Leipziger Stadtteil Schleußig. Ihr geometrischer Bau entstand zwischen 1931 und 1933 nach Entwürfen von Carl William Zweck und Hans Voigt. Der runde Turm ragt 38,6 Meter hoch und erinnert an mittelalterliche thüringische Wehrtürme. Ein 14 Meter hohes Betonkreuz krönt die Spitze und leuchtet nachts über dem Stadtteil.
Schleußig erhielt damit nach langer Entwicklung ein eigenes Gotteshaus: 1933 fand die Einweihung statt. Der Bau vereint Kirchenschiff, Gemeindesaal, Büros und Küche unter einem Dach. Zwei lange Treppen führen zur Eingangsseite, die wie ein Ehrenhof mit ausgebreiteten Armen gestaltet ist. Im dreischiffigen Innenraum stehen ein Altar aus rotem und grauem Marmor sowie ein blau und gold gefasster Chorraum. Warme Lichtwirkung und Solnhofener Steinplatten prägen die oberen Räume.
Emil Blocks Glasfenster „Der einziehende Christus“ bildet den Mittelpunkt der künstlerischen Ausstattung. Zwei weitere Werke des Künstlers greifen mit „Maria und Martha“ sowie „Die Auferweckung des Lazarus“ biblische Bethaniengeschichten auf. Im Turmraum steht hinter einem Betonbogen eine mechanische Jehmlich-Orgel aus dem Jahr 1992. Die gute Akustik machte den Saal außerdem zum Proben- und Aufnahmeraum des Leipziger Rundfunkorchesters. Ein Aufzug aus dem Jahr 2016 erleichtert den Zugang, nachdem dafür ein Fenster mit Rautenmuster entfernt wurde.
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