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Maria von der Versöhnung

Maria von der Versöhnung gehört zu Schloss Pöring im nördlichen Pitzling, einem Stadtteil von Landsberg am Lech. Die Schlosskirche verbindet spätbarocke Formen mit einem Bauensemble, dessen Geschichte bis ins neunte oder zehnte Jahrhundert zurückreicht.

Die Kirche entstand zwischen 1764 und 1766, nachdem eine kleinere Schlosskapelle die Pilger nicht mehr aufnehmen konnte. Anlass war die Marienwallfahrt zur „Muttergottes auf dem Schifflein“, einer Marienstatue aus dem 15. Jahrhundert, die ab 1731 zahlreiche Besucher anzog. Dominikus Zimmermann schuf den Stuck und malte die Fresken selbst, nachdem er die ursprüngliche Gestaltung wegen der abnehmenden Pilgerzahl vereinfachen musste. Am Schloss verbinden sich erhaltene gotische Elemente mit der neugotischen Restaurierung des 19. Jahrhunderts.

Besonders anschaulich bleibt der Gegensatz zwischen der mittelalterlichen Schlossgeschichte und dem hellen spätbarocken Kircheninneren. Die erhaltenen Arbeiten Zimmermanns machen sichtbar, wie eng Wallfahrt, Kunst und die wechselvolle Geschichte von Schloss Pöring verbunden sind.

Stadt
Landsberg am Lech
Aktualisiert

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