Ostsee-Grenzturm
Der Ostsee-Grenzturm steht als kompakter Betonbau etwa fünfzig Meter vom Meer entfernt. Dicke Betonwände, versetzte Stahlleitern und schmale Schießscharten prägen seine Ansicht. Die Kanzel liegt rund fünfzehn Meter hoch und öffnet den Blick über den Ostseehorizont.
Der BT-elf-Beobachtungsposten entstand 1972 als Teil des Küstengrenzsystems der DDR. Starke Suchscheinwerfer und Fernrohre überwachten damit bis zu zwölf Seemeilen. Nach der Wiedervereinigung verhinderten Bürger den Abriss, seit 1992 steht der Turm unter Denkmalschutz. Ein örtlicher Verein restaurierte die Betonstruktur, die heute als einziger frei zugänglicher Zeuge jener Küstengrenze gilt.
Im Pavillon nebenan zeigen Originalboote, Handakten, Interviews und Archivmaterial Fluchtversuche über die Ostsee. Die Ausstellung und Informationstafeln am Grenzzaun sind barrierefrei, während der Turm selbst es nicht ist. Über die Stahlleitern erreichst du denselben Horizont, den einst Grenzposten überwachten.
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