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Garten der Triangulation

Der Garten der Triangulation in Kornwestheim macht die historische Landvermessung Württembergs als begehbares Modell sichtbar. Steinsäulen markieren die Eckpunkte des Hauptdreiecksnetzes, während in den Boden eingelassene Bahngleise die Sichtlinien zwischen den Punkten nachzeichnen.

König Wilhelm I. ordnete die Triangulation 1818 an, und bis 1840 teilte das Verfahren die Landschaft in Dreiecke. Die rund 13 Kilometer lange Solitudeallee zwischen Schloss Solitude in Stuttgart und dem Residenzschloss in Ludwigsburg bildete dabei die Basislinie. Der Garten entstand 1998 als Ausgleich für den Bau eines neuen Bahnhofs, mit technischer Unterstützung des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg.

Besonders anschaulich wird das Modell durch die verwendeten Gesteine: Jede Säule besteht aus Material, das zur Geologie ihres jeweiligen Standorts passt. Eine Bank hebt die Solitudeallee hervor, und Obstbäume begleiten einen ein Kilometer langen Abschnitt der Allee. Wer die Vermessungsgeschichte spielerisch erkunden möchte, kann dabei Rätsel zu den früheren Methoden lösen.

Stadt
Kornwestheim
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