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Hussenstein

Der Hussenstein steht in Konstanz als Gedenkstein an der angeblichen Hinrichtungsstätte von Jan Hus. Der schwarze Findling trägt Hus’ Namen in goldenen Buchstaben.

Jan Hus war ein tschechischer Reformator und Theologe, der hier auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Auch Hieronymus von Prag wird an diesem Ort erinnert.

Der Stein verbindet Hus’ Geschichte mit dem Konstanzer Konzil, das die Stadt im frühen fünfzehnten Jahrhundert prägte. Konstanz wurde damals zum Schauplatz kirchlicher Auseinandersetzungen.

Hus kritisierte unter anderem den Ablasshandel und predigte in der Landessprache statt auf Latein. Seine Haltung führte ihn vor das Konzil.

Trotz zugesicherter Sicherheit wurde Hus als Ketzer verurteilt und den weltlichen Behörden übergeben. Aus seiner Haft schrieb er Briefe über Wahrheit und Glauben.

Der Hussenstein erinnert deshalb an religiöse Reform, politische Macht und die Folgen eines kirchlichen Gerichtsverfahrens. Goldene Schrift macht Hus’ Andenken am Stein sichtbar.

Zweisprachige deutsche und tschechische Wegweiser verweisen auf den historischen Ort in Konstanz. Der Gedenkstein ist barrierefrei zugänglich.

Rund um den Hussenstein finden sich weitere Spuren des Konzils, darunter das Konzilgebäude am Bodenseeufer. So verknüpft der Stein einen konkreten Ort mit der Stadtgeschichte.

Stadt
Konstanz
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