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Hussenstein

Der Hussenstein ist ein schwarzer Gedenkstein in Konstanz, der die angebliche Hinrichtungsstelle von Jan Hus markiert. Goldene Buchstaben nennen den Namen von Jan Hus und erinnern an seine Hinrichtung. Der tschechische Reformator und Theologe wurde an diesem Ort auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Auch Hieronymus von Prag wird hier als weiteres Opfer erinnert. Der Stein verbindet diese Geschichte mit dem Konstanzer Konzil, einem bedeutenden Kirchenkonzil der Stadt. Das Konzil sollte die Frage dreier rivalisierender Päpste klären. Kardinäle, Bischöfe, Gelehrte, politische Führer, Händler und weitere Menschen kamen dafür nach Konstanz. In einem Kaufmannshaus am Seeufer tagte das Konzil, heute bekannt als Konzilgebäude. Jan Hus kritisierte Ablasshandel und Simonie und predigte in der Landessprache statt auf Latein. Seine Überzeugungen führten ihn vor das Konzil und danach in einen Kerker auf der Dominikanerinsel. Straßenschilder auf Deutsch und Tschechisch weisen zum Hussenstein. Seine Geschichte führt dich außerdem zur Hussenstraße, zum Schnetztor und zum Konzilgebäude. Hus’ Leitsatz über den Sieg der Wahrheit inspirierte später Václav Havel und erscheint auf der Präsidentenflagge über Prag. Der rollstuhlgerechte Ort erinnert an Glauben, kirchliche Reformen und die Suche nach Wahrheit in Konstanz.

By
Konstanz
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