Festung Friedrichsort
Die Festung Friedrichsort liegt nahe Kiel am engsten Punkt der Kieler Außenförde und verbindet Land, Meer und Industrie. Die Anlage folgt einem unregelmäßigen Fünfeck mit drei seewärts und zwei landwärts gerichteten Bastionen. Grasbewachsene Wälle und Gräben umschlossen ursprünglich den Verteidigungsring. Die erhaltenen Reste machen die frühere Seefestung als wehrhafte Anlage noch deutlich ablesbar.
Christian IV. ließ sie zwischen 1632 und 1637 unter dänischer Herrschaft errichten, um schwedische Angriffe abzuwehren. Ihre Lage am schmalen Fördenabschnitt bestimmte dabei die militärische Aufgabe. Später wurde sie erweitert, abgetragen und mehrfach umgebaut, während Dänemark, Schweden, Schleswig-Holstein und Preußen die Herrschaft wechselten. Zu ihren späteren Nutzungen gehörten ein Flüchtlingslager, ein Bundeswehrstützpunkt und ein Industriegebiet. Als Kulturdenkmal vermittelt sie Einblicke in die Geschichte Kiels und Schleswig-Holsteins über mehr als drei Jahrhunderte. Ein lokaler Verein erhält die Anlage und organisiert Veranstaltungen, Führungen und Ausstellungen. Besonders einprägsam bleibt der Grundriss: Drei Bastionen blicken aufs Meer, zwei schützen die Landseite.
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