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Burgstall Frauenstein

Der Burgstall Frauenstein bezeichnet den Standort einer ehemaligen Höhenburg oberhalb des Alpsees bei Hohenschwangau. Der Name erscheint 1290 erstmals als „castrum Frawenstein“. Als westlichste von vier Burgen gehörte Frauenstein den Herren von Schwangau und sicherte vermutlich deren Interessen. Die Schwangauer standen dabei im Dienst der Welfen und Staufer. Die kleine Anlage bestand wahrscheinlich aus einem rechteckigen Wohnturm und besaß möglicherweise eine Ringmauer. Von dieser Mauer sind heute keine Reste erkennbar. Ein bis zu vier Meter tiefer Halsgraben trennt den Bergsporn vom Plateau und prägt das Gelände. Vor dem Graben liegt eine breite, wallartige Formation. Etwa 250 Meter südlich zeigen sich Fundamente eines rechteckigen Gebäudes auf einer Kuppe. Bis 1487 nennen Urkunden die Burg, bevor sie ihre strategische Bedeutung verlor. Im späten 15. Jahrhundert wurde sie abgetragen, vermutlich zur Gewinnung von Baumaterial für Burg Schwanstein. Heute erinnern Fundamentreste und der Halsgraben an die mittelalterliche Anlage. König Maximilian II. ließ hier im 19. Jahrhundert ein Denkmal errichten. Dichter Wald begrenzt inzwischen den früheren Blick auf Alpsee und Königsschlösser. Der Wanderweg von Hohenschwangau führt in etwa zehn bis fünfzehn Minuten zum Burgstall. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege führt den Ort als mittelalterliches Bodendenkmal.

Stadt
Hohenschwangau
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