Rohrbacher Schlößchen
Das Rohrbacher Schlößchen steht im Zentrum des Heidelberger Stadtteils Rohrbach, umgeben von einem öffentlich zugänglichen Park. Der rechteckige, zweigeschossige Bau zeigt frühklassizistische Formen mit dreiachsigem Mittelrisalit und einem Fries. Karl II. August ließ es um 1770 als Jagdschlösschen inmitten eines Landschaftsparks errichten. Später gestaltete Friedrich Ludwig Sckell die Anlage im englischen Landschaftsstil neu.
Markgräfin Amalie von Baden veranlasste 1803 Umbauten nach Plänen Friedrich Weinbrenners. Dadurch erhielt das Gebäude weitgehend sein heutiges Aussehen und blieb zugleich Schauplatz adliger Geschichte. Max Joseph nutzte das Anwesen während der Französischen Revolutionskriege als Zuflucht für seine Familie. Im Juni 1815 speisten Zar Alexander I. und Kaiser Franz I. von Österreich im Festsaal.
Im Ersten Weltkrieg diente der Bau als Lazarett, später gehörte das Gelände zu einer Lungenklinik. Heute nutzen Verwaltung und Schulungen die Räume, während der Park und die Außenansicht Besuchern offenstehen. Der 2005 vollständig restaurierte Festsaal bietet bei Abendessen oder Empfängen Platz für bis zu siebzig Personen. Thus, the setting verbindet höfische Vergangenheit, Klinikgeschichte und heutige Veranstaltungen auf engem Raum.
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