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Gartenkirche St. Marien

Die Gartenkirche St. Marien steht im hannoverschen Stadtteil Mitte zwischen klassischen Grabdenkmälern des neunzehnten Jahrhunderts. Der Gartenfriedhof verbindet die neugotische Hallenkirche mit einer parkartigen Umgebung und macht ihre Lage besonders anschaulich. Ein rollstuhlgerechter Zugang erleichtert die Besichtigung dieses evangelisch-lutherischen Gotteshauses.

Die Ursprünge reichen bis 1746 zurück, als die Kirche den Gartenkosaken außerhalb der Stadtmauern diente. Diese Kleinbauern versorgten Hannover mit Obst und Gemüse, bevor die wachsende Stadt einen größeren Bau erforderte. Rudolph Eberhard Hillebrand entwarf die neue Kirche, die zwischen 1887 und 1891 mit einem fast 85 Meter hohen Turm entstand. Ein Bombenangriff beschädigte sie 1943 schwer, doch Gewölbe, Altar, Kanzel und Taufbecken blieben erhalten.

Nach dem Wiederaufbau erfolgte 1949 die Wiedereinweihung, später ergänzten Ruth Margrafs Buntglasfenster den Altarbereich. Im Inneren treffen ein spätgotisches Chrysogonos-Relief, eine Ikone von 2015 und ein Fastentuch von 2016 aufeinander. Die Orgel entstand zwischen 1952 und 1966, während fünf 1960 gegossene Glocken Liebe, Glaube, Hoffnung, Frieden und Ewigkeit heißen.

Stadt
Hannover
Aktualisiert

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