Gartenkirche St. Marien
Die Gartenkirche St. Marien steht im hannoverschen Stadtteil Mitte, umgeben vom Gartenfriedhof mit klassischen Grabdenkmälern des neunzehnten Jahrhunderts. Die evangelisch-lutherische Hallenkirche zeigt neugotische Formen und einen markanten Turm mit einer besonderen Monduhr.
Ihre Geschichte beginnt 1746, als Gartenkosaken außerhalb der Stadtmauern eine Kirche für ihre Gemeinden erhielten. Diese Kleinbauern versorgten Hannover mit Obst und Gemüse, bevor die wachsende Stadt einen größeren Bau benötigte. Rudolph Eberhard Hillebrand entwarf die neue Kirche, die zwischen 1887 und 1891 entstand und einen fast 85 Meter hohen Turm besaß. Der Zweite Weltkrieg beschädigte das Gebäude schwer, doch Gewölbe, Altar, Kanzel und Taufbecken blieben erhalten. Nach dem Wiederaufbau folgten Restaurierungen, darunter neue Altarfenster von Ruth Margraf und eine teilweise Rückkehr zur neugotischen Gestaltung.
Im Inneren verbinden sich ein spätgotisches Chrysogonos-Relief, eine moderne Ikone und ein Fastentuch von Constanze Rilke aus dem Jahr 2016. Die Orgel entstand zwischen 1952 und 1966 und wurde später erweitert. Besonders einprägsam bleibt das Glockenspiel mit fünf Glocken: Liebe, Glaube, Hoffnung, Frieden und Ewigkeit.
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