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Comeniusschule

Die Comeniusschule liegt im hannoverschen Stadtteil List an der Kollenrodtstraße und gehört zum Schulzentrum Bonifatiusplatz. Kinder lernen dort in einem historischen Schulgebäude.

Der Architekt Paul Rowald entwarf den Bau zwischen 1898 und 1900 als Mädchenschule. Seine verputzte Fassade verbindet Sandsteinelemente mit Renaissance-Barock-Dekorationen. Zur Eröffnung gehörten fünfzehn Klassenräume, ein Zeichensaal, ein Singzimmer und ein Duschbad. Besonders das Duschbad galt damals als technische Neuheit. Im Schuljahr 1907/08 unterrichteten zweiundzwanzig Lehrkräfte insgesamt 846 Kinder in sechzehn Klassen. Platzmangel und eingeschränkte Unterrichtstage prägten die Jahre des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik.

Luftangriffe beschädigten das Gebäude im Zweiten Weltkrieg, während die Schülerinnen und Schüler evakuiert wurden. Nach dem Krieg nahm die Grundschule unter britischer Militärregierung ihren Betrieb wieder auf. Ende der 1960er Jahre öffnete sie sich für Mädchen und Jungen und erhielt ihren heutigen Namen. Ein Elternverein finanziert Projekte, die den Lernort im historischen Rahmen weiterentwickeln. Steinsandstein, Putz und ein ehemaliges Duschbad machen die Schulgeschichte an der Kollenrodtstraße besonders anschaulich.

Stadt
Hannover
Aktualisiert

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